Skip to main content

Fragen im Überblick

Fragen und Antworten im Einzelnen

Kann ich den Widerruf meines Kreditvertrages selbst erklären oder sollte ich das einem Anwalt überlassen?

Haben Sie zwischen 2002 und 2010 einen hochverzinsten Immobilienkreditvertrag abgeschlossen? Dann konnten Sie diesen bis zum 21.6.2016 widerrufen und ggf. viele tausend Euro Zinsen sparen. Sie konnten den Widerruf selbst erklären. Allerdings ist hier größte Vorsicht geboten. Widerrufen Sie keinesfalls voreilig Ihren Kreditvertrag, ohne im Rahmen einer anwaltlichen Ersteinschätzung Ihr Erfolgs- und Ersparnispotenzial valide geprüft zu haben. Zudem müssen Sie die Möglichkeit einer je nach Vermögenslage erforderlichen Anschlussfinanzierung abgeklärt haben. Denn sollte die Bank Ihren Widerruf akzeptieren, müssen Sie die offene Darlehensrestschuld innerhalb von 30 Tagen begleichen können. Hier ist ein strategisches Vorgehen unabdingbar. Genau hierbei helfen wir Ihnen gern anwaltlich und bei Einschaltung eines Prozessfinanzierers auch ohne Kostenrisiko.

Welche Banken haben fehlerhafte Kreditverträge verwendet?

Die Verbraucherzentralen haben inzwischen an die 40.000 Kreditverträge vieler verschiedener Banken geprüft. In weit mehr als der Hälfte der Verträge (ca. 80 Prozent ) sind die Belehrungen über das gesetzliche Widerrufsrecht der Verbraucher fehlerhaft. Entnehmen Sie in der Tabelle der Verbraucherzentrale Hamburg, ob Ihre Bank unter den Instituten ist, in deren Verträgen Verbraucherzentralen Fehler gefunden haben. Grundlage der Liste sind mehr als 3.000 Verträge.

Wie soll ich mit meiner Bank ins Gespräch kommen?

Rechnen Sie damit, dass die Frage nach einer Ausstiegsmöglichkeit aus Ihrem Kreditvertrag durch einen Widerruf bei Ihrer Bank auf Ablehnung und zum Teil auch auf Verärgerung stoßen wird. Oft werden Sie hören, Sie wollten von einem bloß formalen Fehler profitieren. Doch die Rechtslage ist eindeutig und spricht für Sie. Lassen Sie sich daher nicht emotional unter Druck setzen. Denn schließlich sind es die Banken, welche in der Regel kein Erbarmen kennen, wenn es um das eigene Recht geht. Bestehen Sie also darauf, alles zu bekommen, was ihnen zusteht. Spätestens mit dem ersten Anwaltsschreiben, reagieren nicht wenige Banken kompromissbereit und bieten Ihnen ggf. eine Vertragsanpassung (Zinsabsenkung) an.

Ich habe widerrufen und die Bank bietet mir an, den Vertrag mit verringertem Zins fortzusetzen. Kann ich mich darauf einlassen?

Grundsätzlich ja. Aber prüfen Sie unbedingt, wie viel Zinsen Sie künftig zahlen sollen. Vergleichen Sie das Angebot mit den Zinssätzen, die Sie bei Neuabschluss eines Vertrags zahlen müssten. Das ist mit den Rechnern von Onlineanbietern wie Interhyp, Hypothekendiscount oder Dr. Klein schnell erledigt. Ein Anpassung des Zinssatzes auf das heute übliche Niveau ohne Verschlechterung anderer Vertragskonditionen ist ein akzeptables Angebot. Bei Fehlern in der Widerrufsbelehrung, zu denen es noch keine eindeutige Rechtsprechung gibt, ist auch ein Zinssatz über dem Marktniveau annehmbar. Aber denken Sie auch daran, dass Ihnen die Bank im ersten Verhandlungsschritt selten alles anbieten wird, was Ihnen zusteht. Hier heißt es nicht gleich auf das erstbeste Angebot eingehen.

Ich habe den Kredit bei meiner Hausbank aufgenommen. Die droht jetzt mit Kündigung aller Verträge. Darf sie das denn?

Nein, Ihnen die Konten zu kündigen, weil Sie Ihre Rechte wahrnehmen, ist natürlich rechtswidrig. Es ist aber möglich, dass sich die Bank gegen Sie entscheiden wird, sobald sie einen Entscheidungsspielraum hat. Das heißt beispielsweise im Falle einer künftigen Finanzierungsanfrage oder bei der Eröffnung eines Kontos (wenn es sich nicht um eine öffentliche Bank handelt). Hier sollten Sie entweder frühzeitig nach Alternativen schauen oder eine gütliche Einigung anstreben.

Besteht eigentlich ein Risiko, dass die Bank anlässlich des erklärten Widerrufes in mein Grundstück vollstreckt?

Ein Risiko, dass die Bank Ihr Grundstück verwertet besteht nicht, solange Sie das Darlehen weiterhin vollständig bedienen; auch wenn Ihnen die Bank das Widerrufsrecht verweigert. In diesem Fall klagt Ihnen Finanzwacht ihr Widerrufsrecht mit Hilfe einer sog. Feststellungsklage ein. Im Erfolgsfall stellt das Gericht dann fest, dass Ihr Widerrufs wirksam ist und sich Ihr Kreditvertrag in dem Zeitpunkt als der Widerruf erklärt wurde, in ein sog. Rückgewährschuldverhältnis umgewandelt hat.

Die Verbraucherzentrale hat mir bestätigt: Die Widerrufsbelehrung ist falsch. Trotzdem verweigert die Bank den Widerruf.
Was kann ich tun?

Zunächst sollten Sie die Raten ab sofort nur noch unter Vorbehalt zahlen. Sie behalten so die Möglichkeit, eine Erstattung zu fordern ohne sich den Vorwurf einer Leistung in Kenntnis der Nichtschuld auszusetzen. Falls Sie für den Widerruf unseren Mustertext benutzt haben: Der enthält bereits einen solchen Vorbehalt. Stellen Sie auf keinen Fall die Ratenzahlung teilweise oder gar vollständig ein. Sie sollten sich in diesem Fall anwaltlich beraten lassen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen, wenn ich einen Rechtsanwalt einschalte?

Die Kosten sind abhängig vom sog. Streitwert. Dieser beläuft sich in der Regel auf die Summe der bisher geleisteten Zins- und Tilgungsleistungen. Da kommen, je nach Vertragsdauer, schnell fünf- bis sechsstellige Streitwerte zusammen. Die Höhe des Streitwertsist dann wiederum maßgeblich für die gesetzliche Anwaltsvergütung. Entsprechende Prozesskostenrechner finden Sie leicht im Internet. Finanzwacht arbeitet jedoch mit einem Prozesskostenfinanzierer zusammen. Bei Abschluss eines Prozesskostenfinanzierungsvertrages werden unsere Anwaltskosten übernommen. Sie kostet die anwaltliche Tätigkeit lediglich einen Teil Ihrer Ersparnis im Erfolgsfall. Ein Kostenrisiko besteht für Sie in diesem Fall nicht. Auch nicht im Falle eines Gerichtsverfahrens. Bei einem klassischen Anwalt fallen üblicherweise bereits im Rahmen der Erstberatung kosten an. Üblicherweise verlangen Rechtsanwälte einen Vorschuss auf ihr Honorar, bevor sie tätig werden.

Wenn ich keine passende Rechtsschutzversicherung habe: Kann ich trotzdem vor Gericht ziehen?

Auch hier bieten wir Ihnen durch die Zusammenarbeit mit einem Prozesskostenfinanzierer mit Finanzwacht einen Weg gänzlich ohne Kostenrisiko. Auf dem klassischen Weg summieren sich Anwaltshonorare und Gerichtskosten bei einem Streit um 100.000 EUR auf mindestens 12.068 EUR allein für die erste Instanz. Die Gerichtskosten (3.078 EUR) müssen Sie zahlen, wenn Sie Klage einreichen. Ihr Anwalt wird auch oft einen Vorschuss auf sein Honorar (mindestens 4.495 EUR) fordern.

Bieten Prozesskostenfinanzierer Unterstützung an? Ich habe gehört, dass solche Firmen das Risiko gegen eine Erfolgsbeteiligung übernehmen.

Im Einzelfall ja. Die Bedingung lautet aber oft: Der Streitwert muss mindestens 100.000 Euro betragen. Ihr Anwalt muss den Entwurf einer Klageschrift einreichen. Bei guten Erfolgsaussichten übernimmt dann der Finanzierer das Prozesskostenrisiko für Sie. Lehnt der Finanzierer Ihren Fall ab, müssen Sie nach Abschluss des Prozesskostenfinanzierungsvertrages den Klageentwurf selbst bezahlen. Mit Finanzwacht bieten wir Ihnen das Gesamtpaket. Beauftragen Sie uns, müssen sich um nichts weiter kümmern. Das heißt: a) Kosten nur bei Erfolg, b) keinerlei Risiko, c) auf Bankrecht spezialisierte anwaltliche Beratung.

Wie stehen die Chancen, eine Anschlussfinanzierung zu finden?

Einzelne Banken und Kreditvermittler machen Kreditnehmern, die ihren aktuellen Vertrag widerrufen wollen, kein Angebot für eine Anschlussfinanzierung. Es wird zum Teil berichtet, dass sich Banken auf diese Weise geschlossen vor der Widerrufswelle der Kreditnehmer schützen wollen. Doch offiziell gibt es eine solche Absprache der Banken nicht. Sie wäre rechtlich wohl auch angreifbar. Die meisten Immobilienfinanzierer haben mit Neukunden kein Problem; auch nicht wenn diese ihren Altvertrag zuvor widerrufen haben. Finanzwacht ist aus hochrangiger Managementebene einer Bank bekannt: „Wir nehmen neue Kunden natürlich gern.“ Dass die Bank selbst ungern Kunden durch Widerruf verliert, ändert hieran nichts. Immerhin hat die Bank die Chance Ihnen ein akzeptables Gegenangebot zu machen.

Habe ich eigentlichen einen Anspruch auf vollständige Rückabwicklung des gesamten Darlehensvertrages vom Zeitpunkt des Vertragsschlusses an?

Ja! Nach einem Widerruf muss Ihr Kreditgeber Ihnen alle Raten zuzüglich Zinsen erstatten. Im Gegenzug müssen Sie der Bank das gewährte Darlehen in voller Höhe zuzüglich Zinsen jedenfalls für die Zeit bis zum Widerruf zurückzahlen. Ihre Zinsschuld gegenüber der Bank entspricht dem zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses marktüblichen, höchstens jedoch dem vereinbarten Zinssatz.
Darüber hinaus hilft Ihnen Ihr Widerrufsrecht vor allem um Zinsen während der verbleibenden Zinsbindungsphase zu sparen. Bei einer Restschuld von 100.000 EUR und einer Zinsabsenkung von 5,5 % auf 2,5 % beträgt Ihre Ersparnis allein im ersten Jahr rund 3.000 EUR.